Hybridautos: Hersteller, Verbrauch, Preise, Technik & Testberichte

Hybrid- und Elektrofahrzeuge

Elektroautos oder Hybridautos?



Welcher Antrieb hat die bessere Ökobilanz und ist kostengünstiger zu fahren? Elektroautos, Hybridautos oder Fahrzeuge mit Brennstoffzellen?

Hybridantrieb in paralleler Anordnung

Bei dem parallelen Hybridantrieb sind die das Fahrzeug antreibenden Räder  mechanisch mit dem Verbrennungsmotor und dem Elektromotor verbunden. Wahlweise können die beiden Antriebe gemeinsam oder einzeln zum Antrieb des Hybridfahrzeuges genutzt werden. Da die Leistung der beiden Antriebe bei Bedarf addiert werden kann, können die einzelnen Motoren im Gegensatz zu konservativen Fahrzeugantrieben relativ klein ausgelegt werden ohne Einbußen beim Erklimmen von Steigungen oder beim Beschleunigen des Fahrzeuges hinnehmen zu müssen.

In der Praxis ist der elektrische Antrieb überwiegend für einen begrenztes emmissionsfreies Fortbewegen im langsameren Stadtverkehr vorgesehen. Bei schnelleren Überlandfahrten oder auf der Autobahn wird der leistungsstärkere Verbrennungsmotor genutzt. 



Audi Q7 Hybrid

  • Voll Hybrid
    Audi wird in Kürze den Q7 als Voll-Hybridfahrzeug anbieten. Die Basis bildet der 3,6 Liter große V6-FSI-Motor mit 206 kW/280 PS. Er wird von einem 34 kW/46 PS leistenden Elektromotor unterstützt, der 285 Newtonmeter mobilisiert. Der Q 7 Hybrid soll mit 9,8 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer auskommen. Das sind 23 Prozent weniger als beim Basismodell. Der CO2-Wert sinkt von 304 Gramm auf 231 Gramm je Kilometer.

  • Sparsamer und stärker
    Die Hybridvariante ist nicht nur sparsamer und umweltschonender, sondern auch deutlich durchzugstärker. E- und Verbrennungsmotor bringen es gemeinsam auf 514 Newtonmeter gegenüber 360 Nm beim herkömmlichen 3.6 FSI. So ist der Hybrid mit 7,6 Sekunden beim Spurt von 0 auf 100 km/h nahezu eine Sekunde schneller. Noch eindrucksvoller wird die Kraft des kombinierten Antriebsystems im Durchzugsvermögen deutlich. Statt 21,4 Sekunden benötigt der Q 7 Hybrid nur 15 Sekunden, um von 60 km/h auf 120 km/h zu beschleunigen, und das, obwohl der Elektroantrieb 110 Kilogramm Mehrgewicht mit sich bringt.
  • Parallelanordnung der Motoren
    Der Q 7 Hybrid fährt völlig lautlos im reinen E-Betrieb an. Je nach Druck auf das Gaspedal springt der 3,6-Liter-Benziner ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h automatisch an. Umgekehrt schaltet er sich ab einer Geschwindigkeit von unter 90 km/h wieder ab, sobald der Fuß vom Gaspedal genommen wird. Möglich wird dies durch die Parallelanordnung der beiden Motoren und eine Trennkupplung. Übliche Systeme arbeiten leistungsverzweigt und mit einem separatem Generator und Getriebe für den E-Motor und lassen das so genannte „Segeln“ nicht zu.
  • Servolenkung und Klimaanlage elektrisch
    Um das Gleiten des Autos bei abgeschaltetem Motor bei so hohen Geschwindigkeiten zu realisieren sind im Hybrid-Q7 eine elektrische Servolenkung und eine elektrische Unterdruckpumpe für die Bremse verbaut. Ihre Funktionsfähigkeit bleibt auch ohne Motorleistung erhalten. Die Klimaanlage arbeitet ebenfalls elektrisch.
  • Elektroantrieb in der Stadt
    Der Sechszylinder geht außerdem aus, wenn der Wagen länger als drei Sekunden steht. Nach einem Tritt aufs Gaspedal springt er dann wieder an. Fahren mit reinem Elektroantrieb ist bis etwa 50 km/h und Stadtgeschwindigkeit möglich. Die maximale Reichweite beträgt zwei Kilometer. Spätestens dann muss der FSI die Batterie wieder aufladen.
  • Nickel-Metallhydrid-Batterie
    Die Nickel-Metallhydrid-Batterie ist in der Reserveradmulde untergebracht. Der Elektromotor kann die beim Bremsen oder der Schubfahrt bergab gewonnene kinetische Energie zum Aufladen der Batterie nutzen.
  • Platzangebot wie im herkömmlichen Q7
    Für die jeweils optimale Ab- und Zuschaltung sorgt eine komplexe Steuerungselektronik, die den Einsatz der beiden Motoren koordiniert. Dabei werden vor allem Fahrbefehle wie Gas geben und Bremsen sowie die Geschwindigkeit und der Ladezustand der Batterie berücksichtigt. Die kompakte Bauweise des Audi-Hybrid-Systems kostet keinerlei Platz im Innenraum des Q 7. Auch der Hybrid ist als Siebensitzer nutzbar.

BMW X5 Hybrid

 
  • Voll Hybrid von BMW
    Mehr ist bei den SUV eigentlich nicht drinnen, sagt BMW. Mit der Studie Vision EfficientDynamics reizen die Bayern im Segment des X5 das Potenzial zur Reduzierung der Verbrauchs- und CO2-Werte konsequent aus. Das Resultat: Ein Durchschnittsverbrauch im Normzyklus von 6,5 Litern oder umgerechnet 172 Gramm CO2 pro Kilometer. Es werde deutlich, "dass jeder zusätzliche Effizienzgewinn gegenüber den heute schon verfügbaren BMW-Fahrzeugen nur mit exponentiell steigendem Aufwand und Kosten erschließbar ist", so BMW.
  • Dynamik von BMW
    Die Studie basiert auf dem X5. Im Rahmen eines Mild-Hybrid-Konzepts wurde ein 2-Liter-Diesel mit einem E-Motor kombiniert. Die Bayern greifen auf den bekannten Vierzylinder mit 204 PS zurück. Unterstützend zur Beschleunigung greift ein 15 kW starker E-Motor mit einem maximalen Drehmoment von 210 Newtonmeter ein. Auf die typische Fahrdynamik mochte BMW nicht verzichten. Den Sprint auf Tempo 100 absolviert die Studie in 8,9 Sekunden.
  • Drehmomentstarken Elektromotoren
    Durch Bremsenergie-Rückgewinnung wird Strom zur Versorgung der elektrischen Verbraucher erzeugt. Die Start-Stopp-Automatik vermeidet Leerlaufphasen. Mit der Studie präsentiert BMW auch ein neues Achtgang-Automatikgetriebe, das kurz vor dem Serieneinsatz steht. Eher unwahrscheinlich ist, dass das rund 1 m² große Solardach der Studie bald auf den Markt kommt. Die Solarzellen erzeugen maximal eine Kilowattstunde für den Betrieb etwa einer Kühlbox, von Audiogeräten oder einer Handy-Ladestation.

    Auch die Aerodynamik wurde im Dienste der Sparsamkeit optimiert. Durch ein neues Felgendesign ist zum Beispiel bei 160 km/h ein Kilowatt weniger Antriebsleistung erforderlich.